Die neue Orgel

 

Schreiben Sie mit uns ein Stück Neckarbischofsheimer Geschichte - unterstützen Sie uns beim Kauf der neuen Orgel!

Eine neue Orgel ist mehr, als nur ein Möbelstück, das man in die Kirche stellt!
„Eine Kirche ohne Orgel ist wie ein Körper ohne Seele“, soll Albert Schweitzer einmal gesagt haben. Kein anderes Instrument verfügt über so viele Klangfarben, Klanghöhen und Klangtiefen.
Fast alle 850 Töne, die ein Mensch hören kann, vermag sie erklingen zu lassen.
Die Orgel kann fast alles: brausen, säuseln, klagen, jauchzen, meditieren. Sie erfüllt Menschen mit Freude, hilft, zur inneren Einkehr zu finden und kann so Hilfe sein, das Kreisen um sich selbst aufzubrechen.
Orgelklänge öffnen uns. Musik wird zur Quelle der Kreativität und Inspiration.
Unser Durst und unsere Sehnsucht münden im Lobgesang der ganzen Gemeinde.
Wenn die Orgel im Gottesdienst schweigt, fehlt vielen Menschen etwas, denn im Gegenüber zur Kanzel spricht die Orgel mit ihrer Art der Verkündigung die Sinne der Menschen an.
In den Gottesdiensten in der Stadtkirche hat das Orgelspiel seinen festen Platz:
Gott singen, ihn loben und in Liedern unsere Lebenslage ausdrücken, das möchten wir so bald wie nur möglich wieder zusammen mit einem kleineren, aber feineren und haltbareren Instrument! Ganz nebenbei gewinnen wir Platz auf der Empore und verschönern dort die innere Gestaltung der Kirche.
Bitte helfen Sie uns, es möglich zu machen, unserer Kirche eine neue Seele und somit neues musikalisches Leben einzuhauchen, und unterstützen Sie uns mit einer freundlichen Spende!
 
Spendenkonten:
Sparkasse Kraichgau
IBAN: DE16 6635 0036 0021 7008 61
Volksbank Neckartal eG
IBAN: DE 27 6729 1700 0042 9684 04
Verwendungszweck: Orgel

 

Bald ist sie da, die neue Orgel!

Manch eine/r hat sicherlich mit Spannung die Neuigkeiten über unsere neue Orgel erwartet! Jetzt ist es endlich soweit und wir können Ihnen handfeste Informationen dazu geben:
Unsere „neue Gebrauchte“ ist ein hervorragendes Instrument aus dem Hause Jäger und Brommer, einer renommierten Orgelbauwerkstatt aus Waldkirch im Schwarzwald.
Die von Jäger und Brommer gefertigten Orgeln zeichnen sich durch besonders gute Qualität und Langlebigkeit aus und bereichern durch ihren herrlichen Klang Kirchen in aller Welt.
Zurzeit steht das Schmuckstück noch im Dietrich-Bonhoefferhaus in Bocholt. Nachdem die Vorsitzende unseres Kirchengemeinderates, Katharina Seidelmann, die Gemeinde gemeinsam mit dem Orgelsachverständigen der Landeskirche, Dr. Martin Kares, besucht hat und sie sich vom guten Zustand des Instruments überzeugen konnten, hat die Bocholter Gemeinde beschlossen, uns die Orgel zu einem fairen, glaubensgeschwisterlichen Preis überlassen.
Der Kaufvertrag konnte inzwischen unterzeichnet werden und in den nächsten Tagen wird Jäger und Brommer unsere „Neue“ abholen und in der Werkstatt reinigen und überarbeiten, bevor sie Ende Januar in Neckarbischofsheim einzieht.
Nun sind wir in mehrfacher Weise auf Mithilfe angewiesen, um unsere Orgel in die Bischesser Kirche zu bekommen, aber auch, um sie zu finanzieren.
Wer sich also vorstellen kann, beim Abbau in Bocholt mitzuhelfen, tut unserer Gemeinde einen unermesslichen Gefallen, weil wir so enorme Kosten sparen können.
Über bereits erfolgte Spenden aus der Gemeinde haben wir uns sehr gefreut!
Den aktuellen Spendenstand werden wir zukünftig regelmäßig im Gemeindebrief veröffentlichen. Darüber hinaus wird es in den kommenden Monaten immer wieder Aktionen geben, um weiter mit der Finanzierung voranzukommen.
 
Erster großer Termin ist der 2. Adventssamstag: Wir veranstalten im Rahmen des Nikolausmarktes einen Adventsbazar in der Zehntscheune und einen Orgeltag in der Stadtkirche mit wunderbaren Konzerten und Orgelführungen. Damit verabschieden wir die alte Orgel (Feuerlöscher steht bereit!) und machen uns bereit für unser neues Instrument! In Kooperation mit dem Jugendorchester des Schmitthennergymnasiums und dem Musikverein geben wir damit den Startschuss für das große Projekt „Klangraum Kirche“, das mit der neuen Orgel unsere Gemeinde kulturell und musikalisch bereichern soll.
 

Eine andere Pfeifenorgel für die Stadtkirche

„Ist in der Kirchengemeinde jetzt der Reichtum ausgebrochen, dass sie sich eine Orgel kaufen will?“, mag der eine oder andere gedacht haben, als die Neuigkeit vom geplanten Orgelkauf in unseren Gemeinden die Runde machte. Nein, das muss ich gleich vorwegschicken, das ist nicht der Fall. Mit großem Reichtum ist unsere Kirchengemeinde leider nun wirklich nicht gesegnet. Warum also eine andere Orgel? Mitten in Zeiten der finanziellen Kürzungen?
Warum benötigen wir eine neue Orgel?
Vor 55 Jahren wurde in der Stadtkirche die jetzige Orgel der Gebrüder Mann ein-gebaut. Damals wurde eine „große“ Orgel günstig erworben, was sich heute rächt: Schlechte Konstruktion, minderwertigen Materialien und deren mangelhafte Verarbeitung in der Orgel führten dazu, dass das Instrument nicht mehr verwendet werden kann: Materialermüdung sorgt dafür, dass die großen Prospektpfeifen unter ihrem eigenen Gewicht zusammensacken. Das sieht man an der „bananenförmigen“ Verformung im unteren Bereich der Pfeifen. Noch schwerer wiegen die elektrischen Mängel: Ein Schmorbrand ist wegen der hohen Strom-stärke nicht auszuschließen.
Ein solcher Defekt kann jederzeit und somit unbemerkt auftreten. Darum musste der Kirchengemeinderat die Orgel am 17. Febru-ar 2022 außer Betrieb nehmen.
Martin Kares, der Leiter des Orgel- und Glockenprüfungsamtes der Evangelischen Landeskirche in Baden, hat uns in seinem Orgelgutachten bescheinigt, dass eine Reparatur der Orgel unwirtschaftlich wäre. Die Kosten wären enorm – und der Nutzen nur für kurze Zeit gegeben, bis die nächsten großen Reparaturen anstehen. Kurz: Die Anschaffung einer guten, gebrauchten mechanischen Or-gel ist wirtschaftlicher als die Instandsetzung des bestehenden Instruments. Auch die dauerhaften Unterhaltungskosten wären beim bestehenden Instrument größer. Wohl wissend, dass dies eine große finanzielle Investition bedeuten würde, hat der Kirchengemeinderat immer wieder das Für und Wider abgewogen. Auch die Möglichkeit, eine günstige digitale Orgel in der Kirche zu installieren, wurde lange diskutiert, aber letztlich verworfen, da eine solche Orgel, die die Töne nicht mehr über Pfeifen, sondern allein über Lautsprecher vermittelt, nicht genehmigt oder bezuschusst würde. Innovation soll auf andere Weise ermöglicht werden: Die „echten“ Klänge sollen über spezielle Schnittstellen mit digitalen Klängen kommunizieren können.